Alasco-Kostenbenchmarks

 

Alasco-Kostenbenchmarks basieren auf einem Pool aus über 6.000 Alasco-Projekten und zeigen Ihnen, was eine Kostengruppe für ein Bauvorhaben wie Ihres heute typischerweise kostet – ausgedrückt als €/m²-Spannen. Dieser Artikel erklärt, wofür Sie Benchmarks nutzen, wie Sie ein Ergebnis lesen und wie die Werte zustande kommen.

 

 


Themenübersicht

 

Was sind Alasco-Kostenbenchmarks?

Ein Benchmark beantwortet eine konkrete Frage:

„Was kostet diese Kostengruppe für ein Gebäude wie meines, in meiner Region, heute, pro Quadratmeter?“

Die Antwort ist bewusst eine Spanne, keine einzelne Zahl. Sie ist in drei Stufen aufgeteilt – Einfach, Mittel und Gehoben – und wird immer netto je m² Bruttogrundfläche (BGF) ausgewiesen.

Jeder Benchmark ist auf vier Dimensionen zugeschnitten:

  • Assetklasse – z. B. Wohnen oder Büro
  • Region – Ihr Kreis
  • Kostengruppe – nach DIN 276, z. B. KG 300
  • Quartal – der Zeitpunkt, auf den die Werte umgerechnet werden

 

Wann helfen Benchmarks?

In Kundengesprächen kamen durchgängig zwei Anwendungsfälle auf:

  1. Entwicklerkalkulation – Wenn Ihre eigenen Daten den Fall nicht abdecken (neue Region, Assetklasse), stellen Sie in Minuten eine belastbare Ersteinschätzung zusammen.
  2. Plausibilitätscheck unsicherer Referenzen – Wenn eine Planer-Schätzung, ein GU-Angebot oder eine veröffentlichte Referenz fragwürdig wirkt (veraltet oder auf einer dünnen Stichprobe), liefert der Benchmark eine aktuelle, breite Markteinschätzung zur Validierung.

 

So lesen Sie einen Benchmark

Für jede Abfrage erhalten Sie bis zu drei Stufen. Jede Stufe ist eine Spanne mit drei Werten:

  • Minimum – untere Grenze der Stufe
  • Median – der typische Wert (die Mitte der Projekte in dieser Stufe)
  • Maximum – obere Grenze der Stufe

Beispiel – Wohnen, KG 300, München, Quartal 2026-Q1, netto:

Stufe Minimum Median Maximum
Einfach 1.300 €/m² 1.700 €/m² 2.000 €/m²
Mittel 1.900 €/m² 2.400 €/m² 2.800 €/m²
Gehoben 2.600 €/m² 3.100 €/m² 3.900 €/m²

Beispielwerte zur Veranschaulichung.

Lesen Sie den Median als typischen Richtwert und die Spanne als die realistische Bandbreite vergleichbarer Projekte. Wählen Sie die Stufe, die zu Ihrem Ausstattungs- und Qualitätsanspruch passt (siehe FAQ zu den Stufen).

 

So werden Benchmarks berechnet

Die Benchmarks basieren auf echten Alasco-Projekten in Deutschland und werden in vier Schritten gebildet. Jeder Wert lässt sich auf tatsächliche Projekte zurückführen – einzelne Projekte sind im Ergebnis jedoch nie sichtbar.

  1. Geeignete Projekte auswählen – Echte Alasco-Projekte in Deutschland, nach DIN 276 strukturiert, nach Eignung gefiltert und nach Assetklasse gruppiert.
  2. Zeitliche Anpassung – Die Kosten jedes Projekts werden mit dem Baupreisindex des Statistischen Bundesamts (Destatis) auf das gewählte Quartal umgerechnet.
  3. Örtliche Anpassung – Jedes Projekt wird mit einem regionalen Faktor (aus öffentlichen Raumdaten, INKAR/BBSR) auf Ihren Kreis skaliert.
  4. Ausreißerentfernung und Gruppierung – Statistische Ausreißer werden entfernt; die verbleibenden Projekte werden in die Stufen Einfach, Mittel und Gehoben gruppiert und je Stufe als Spanne ausgewiesen.

 

Welche Kostengruppen sind enthalten?

Aktuell umfasst der Benchmark die beiden in der Praxis am häufigsten nachgefragten Kostengruppen nach DIN 276:

  • KG 300 – Bauwerk – Baukonstruktionen
  • KG 400 – Technische Anlagen

Weitere Kostengruppen wie KG 500 (Außenanlagen) oder KG 700 (Baunebenkosten) können zu einem späteren Zeitpunkt folgen. Auch Einnahmen wie Mieten oder Förderungen sind für die Zukunft denkbar, aktuell aber nicht Teil der Benchmarks. Der Fokus liegt zunächst auf Deutschland.

 

Häufige Fragen

Wie steht es um Datenschutz und Anonymität?

Projektdaten fließen ausschließlich in anonymisierter und aggregierter Form in die Benchmarks ein. Ausgegeben werden nur statistische Werte auf Stufenebene – nie Einzelprojekte. Ist die Stichprobe zu klein, wird kein Ergebnis angezeigt, sowohl aus Gründen der statistischen Zuverlässigkeit als auch zum Schutz der Anonymität.

Ersetzen Alasco-Kostenbenchmarks Planer- oder Expertenberechnungen?

Nein. Alasco-Kostenbenchmarks liefern belastbare Ersteinschätzungen auf Kostengruppen-Ebene, nicht detaillierte Kalkulationen einzelner Bauteile wie Wände, Decken oder technische Gewerke. Sie ergänzen fachliche Kalkulationsarbeit dort, wo Sie schnell eine Orientierung brauchen, und helfen, Annahmen früh zu prüfen. Für verbindliche Entscheidungen und Ausschreibungen bleiben Ihre Experten, Planer und detaillierten Kostenstrukturen maßgeblich.

Wie werden die Alasco-Kostenbenchmarks berechnet?

Die Benchmarks basieren auf echten Alasco-Projekten in Deutschland. Für Ihre Auswahl werden vergleichbare Projekte zusammengeführt, zeitlich auf das gewählte Quartal (Baupreisindex des Statistischen Bundesamts) und räumlich auf Ihren Kreis (regionaler Faktor aus öffentlichen Raumdaten) angeglichen. Die Kosten werden netto je m² Bruttogrundfläche (BGF) ausgewiesen. Basis ist die aktuelle Projektprognose (Real Case, Netto) jedes Projekts, damit auch laufende Baustellen realistisch einfließen. Ausreißer werden statistisch ausgeblendet; die verbleibenden Projekte werden in die Stufen Einfach, Mittel und Gehoben gruppiert. Pro Stufe erhalten Sie eine Spanne (Minimum, Median, Maximum), nie Einzelprojekte. Gibt es zu wenige vergleichbare Projekte, wird kein Ergebnis angezeigt.

Was bedeutet „KI-gestützt“ bei den Alasco-Kostenbenchmarks?

Die Benchmark-Werte selbst stammen aus einer statistischen Auswertung aggregierter Projektdaten. KI kann anhand Ihrer Projektdetails einschätzen, welche Stufe (Einfach, Mittel oder Gehoben) zu Ihrem Vorhaben passt. Die KI liefert außerdem eine konkrete €/m²-Einordnung innerhalb der zugehörigen Marktspanne, inklusive kurzer Begründung. Die KI ersetzt die Benchmark-Berechnung nicht und erfindet keine freien Marktpreise; sie nutzt die statistischen Vergleichswerte als Rahmen.

Wie werden die Stufen Einfach, Mittel und Gehoben festgelegt?

Die Stufen sind keine Bewertung der technischen Eigenschaften eines Projekts, also zum Beispiel nicht davon abhängig, ob ein Projekt KfW-40 erfüllt. Wir teilen die Projekte stattdessen mittels eines statistischen Verfahrens drei typischen Preisniveaus zu. Konkret sucht das Verfahren in der Kostenverteilung nach drei Schwerpunkten, in denen sich vergleichbare Projekte preislich häufen. Diese drei Schwerpunkte werden anschließend als Einfach, Mittel und Gehoben interpretiert.

Gebäudestandards sind nicht genormt und immer ein Stück weit subjektiv, auch wenn in der Branche meist ein ähnliches Verständnis davon besteht, was „einfach“, „mittel“ oder „gehoben“ bedeutet. Beispiele zur Einordnung:

  • Einfach: funktionale Ausstattung, kompakter Grundriss, Putzfassade, Fokus auf Kosteneffizienz.
  • Mittel: marktübliche Ausstattung, z. B. KfW 55, Balkone, ausgewogenes Kosten-Qualitäts-Verhältnis.
  • Gehoben: höheres Ausstattungsniveau, z. B. KfW 40, Sichtbetonfassade, Fokus auf Komfort und Gestaltung.

 

Lizenzen

Regionalindex basierend auf: Laufende Raumbeobachtung des BBSR – INKAR, Ausgabe 07/2025. Hrsg.: Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR), Bonn (inkar.de, bbsr.bund.de). © BBSR Bonn 2026. Datenlizenz dl-de/by-2-0.

Preisindex basierend auf: Baupreisindex (Statistik 61261, Tabelle 61261-0002, Basis 2021 = 100), GENESIS-Online. Hrsg.: Statistisches Bundesamt (Destatis), Wiesbaden (Tabelle 61261-0002). Datenlizenz dl-de/by-2-0.

Koordinaten-zu-AGS-Zuordnung: Verwaltungsgebiete 1:250 000 (VG250), Stand 01.01.2025 (VG250). Hrsg.: Bundesamt für Kartographie und Geodäsie (BKG) (bkg.bund.de). © BKG (2026) dl-de/by-2-0 (Daten verändert). Datenquellen: datenquellen_vg_nuts.pdf.

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