Themenüberblick
- Was bedeutet der Fehlercode 450?
- Was verursacht die temporäre Zurückstellung?
- Warum werden nicht alle E-Mails abgewiesen?
- Was kann ich kurzfristig tun?
- Welche dauerhaften Lösungen gibt es?
- Welche Informationen werden bei einem erneuten Vorfall benötigt?
Was bedeutet der Fehlercode 450?
Der Fehlercode 450 bedeutet, dass eine E-Mail vorübergehend nicht angenommen wurde. Die E-Mail wurde dabei nicht endgültig abgelehnt. Der empfangende Maildienst bittet den absendenden Mailserver vielmehr, die Zustellung später erneut zu versuchen.
Hinweis:
Bei diesem Fehler wird die E-Mail möglicherweise gar nicht erst in die weitere Verarbeitung übernommen. Deshalb kann es sein, dass Alasco keinen Zustellversuch und auch keinen Fehler protokolliert.
Was verursacht die temporäre Zurückstellung?
In der Regel greift ein Schutzmechanismus des empfangenden Maildienstes. Er soll verhindern, dass Spam oder missbräuchlich versendete E-Mails das System erreichen.
Mögliche Ursachen sind:
- Über dieselbe Versand-IP-Adresse werden in kurzer Zeit zu viele E-Mails oder zu viele Verbindungen aufgebaut.
- Die Reputation der gemeinsam genutzten Versand-IP-Adresse ist beeinträchtigt – insbesondere, wenn ein E-Mail-Provider viele Kunden über dieselben Mailserver und IP-Adressen versendet.
Hinweis:
Das Problem liegt in diesem Fall normalerweise nicht an der Empfangsadresse, am E-Mail-Inhalt oder an der Rechnungsverarbeitung in Alasco.
Warum werden nicht alle E-Mails abgewiesen?
Die Schutzmechanismen greifen abhängig vom jeweiligen Zeitpunkt und vom aktuellen Versandaufkommen. Deshalb können einige E-Mails erfolgreich zugestellt werden, während andere vorübergehend zurückgestellt werden.
Ob die Zustellung später erfolgreich ist, hängt davon ab, ob der absendende Mailserver die E-Mail automatisch erneut versendet und ob die Begrenzung zu diesem Zeitpunkt nicht mehr greift.
Was kann ich kurzfristig tun?
1. Automatische Wiederholungsversuche prüfen
Prüfen Sie zunächst, ob der absendende Mailserver nach dem Fehlercode 450 automatisch weitere Zustellversuche unternimmt. Ein 450-Fehler ist grundsätzlich dafür vorgesehen, dass die Zustellung später erneut versucht wird.
Wenn keine erneuten Zustellversuche stattfinden, sollte der E-Mail-Provider des Absenders die Konfiguration prüfen.
2. Den Versand entzerren
Wenn möglich, sollten viele E-Mails nicht gleichzeitig, sondern mit zeitlichem Abstand versendet werden. Das kann die Wahrscheinlichkeit einer vorübergehenden Begrenzung reduzieren.
Hinweis:
Diese Maßnahme ist keine verlässliche Lösung, da die Versand-IP möglicherweise auch von anderen Kunden des Providers genutzt wird.
3. Den E-Mail-Provider kontaktieren
Der jeweilige Absender oder Ihr Partner sollte seinen E-Mail-Provider kontaktieren und den konkreten Fehlercode 450 mitteilen. Hilfreiche Informationen für den Provider sind:
- Die vollständige Fehlermeldung des absendenden Mailservers
- Datum und ungefähre Uhrzeit des Versandversuchs
- Die Information, ob automatische Wiederholungsversuche erfolgt sind
- Die Angabe, dass die E-Mail bei SendGrid während der SMTP-Zustellung vorübergehend zurückgestellt wurde
Der Provider sollte insbesondere folgende Punkte prüfen:
- Versandrate und Anzahl gleichzeitiger Verbindungen
- Reputation der verwendeten Versand-IP-Adresse
- Nutzung einer gemeinsam verwendeten Versand-Infrastruktur
- Korrekte Konfiguration der automatischen Wiederholungsversuche
Welche dauerhaften Lösungen gibt es?
Versand über eine andere IP-Adresse oder einen anderen Mailserver
Der Provider kann möglicherweise den Versand über eine andere Versand-IP-Adresse oder einen anderen Mailserver ermöglichen. Dadurch lassen sich die Auswirkungen anderer Kunden auf eine gemeinsam genutzte Versand-IP-Adresse reduzieren.
Dedizierter Mailserver
Je nach Angebot kann ein dedizierter Mailserver mit eigener Versand-IP-Adresse eingerichtet werden. Das kann die Zustellbarkeit verbessern, ist aber mit zusätzlichem technischen und administrativen Aufwand verbunden.
Hinweis:
Auch ein dedizierter Mailserver garantiert keine hundertprozentige Zustellung. Die Versand-IP muss weiterhin eine gute Reputation haben und korrekt für den E-Mail-Versand eingerichtet sein.
Weiterleitung über einen alternativen Mailserver
Falls ein alternativer oder dedizierter Mailserver verfügbar ist, kann eine Weiterleitung der Rechnungen über diesen Server geprüft werden. Die E-Mails würden dann zunächst an diesen Mailserver gesendet und anschließend an Alasco weitergeleitet.
Hinweis:
Diese Lösung muss sorgfältig konfiguriert werden. Insbesondere die Absenderauthentifizierung und die Zustellbarkeit weitergeleiteter E-Mails müssen berücksichtigt werden.
Welche Informationen werden bei einem erneuten Vorfall benötigt?
Bitte senden Sie bei einem erneuten Auftreten möglichst folgende Informationen an den Alasco Support:
- Datum und genaue oder ungefähre Uhrzeit des Versandversuchs
- Die vollständige Fehlermeldung des absendenden Mailservers
- Die Information, ob die E-Mail später automatisch erneut versendet wurde
- Sofern vorhanden: die eindeutige technische Referenz der betroffenen E-Mail
Zusammenfassung:
Der Fehlercode 450 weist auf eine vorübergehende Zurückstellung durch einen Schutzmechanismus hin – häufig wegen einer zu hohen Versandrate, zu vieler Verbindungen oder einer problematischen Reputation einer gemeinsam genutzten Versand-IP-Adresse. Der wichtigste erste Schritt ist, dass der E-Mail-Provider des Absenders die konkrete Fehlermeldung, die Versandrate, die Verbindungen und die Reputation der Versand-IP prüft und sicherstellt, dass automatische Wiederholungsversuche konfiguriert sind.
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